09.01.2018

von JD-B° RB

Tipps für das Wärmemanagement

E-Autos im Winter: Je mehr Kälte, desto weniger Reichweite

Die winterliche Kälte zehrt an der Reichweite von E-Autos

Die Wintermonate sind für Elektroautos Hochleistungszeit. Der Akku muss nicht nur den Motor am Laufen halten. Auch die Heizung braucht Energie. Die Folge: Mit zunehmender Kälte sinkt die Reichweite. Niemand wünscht sich, im Winter im Schneegestöber stecken zu bleiben, während man im Sommer dieselbe Strecke problemlos absolviert. Umso wertvoller sind die ADAC-Tipps zum Umgang mit dem Akku im Herbst und Winter.

Die kalte Jahreszeit verlangt den Akkus der Elektroautos einiges ab. Sie müssen nachts tiefen Temperaturen trotzen und sich am nächsten Morgen brav wieder in Gang setzen - um gleich doppelte Arbeit zu leisten: für den Antrieb und in Form von Wärme für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Insassen sorgen. Beides unabhängig voneinander geht nicht. Die Folge: Die Reichweite der Autos sinkt - nach Untersuchungen und je nach Automodell zwischen 30 und 50 Prozent. Dessen sollte man sich im Optimalfall schon beim Kauf eines E-Autos bewusst sein. Und dies mit einberechnen - plus Reservestrecke. Ansonsten bleibt man gerade dann liegen, wenn die klimatischen Umstände am unangenehmsten sind.

Der Einsatz der Heizung spielt eine wichtige Rolle bei der Reichweite. Heizen kostet Energie. Je wärmer es im Fahrzeuginneren sein soll, desto schneller leert sich der Akku. Einen entscheidenden Unterschied macht schon die Tatsache aus, ob das Elektroauto in einer Garage steht oder nicht. Ein paar Grad mehr im Fahrzeuginnern bringt mehr Kilometer. 

Wer es übers Herz bringt, auf ein bisschen Wärme zu verzichten, bekommt ebenfalls mehr Reichweite als Geschenk. Allerdings warnt der ADAC davor, am Licht oder der Lüftung für die Scheiben zu sparen. Wer zugunsten schlechterer Sicht auf Akku-Leistung verzichtet, riskiert seine Sicherheit - und kommt womöglich niemals am Ziel an, unabhängig von der Akku-Reichweite. Und wer sich ein E-Auto mit Wärmepumpe leistet, ist noch besser unterwegs. 

Beim Fahren selbst sollte man den Gasfuß so sanft wie möglich einsetzen - und auch ansonsten alle klassischen Tipps zum energietechnisch vorsichtigen Fahren einsetzen. Kommt der Akku doch schon vor Erreichen des Ziels an seine Grenzen, hilft sicher auch eine warme "Notfall-Jacke" im Auto. Sie erlaubt es, die Heizung auch mal kurz ganz auszustellen.

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