26.01.2017

von B° RB

Allergikerfreundliche Region

Als erste Region Bayerns lassen sich die Ammergauer Alpen in diesem Jahr als "Allergikerfreundliche Region" zertifizieren. Das Projekt startete am Mittwoch den 18.01.2017 erfolgreich mit einer Info-Veranstaltung für Gastgeber, Gastronomie, Bäcker, Metzger und Lebensmittel-Einzelhandel

Allergikerfreundliche Region

Der Einladung der Ammergauer Alpen GmbH sich über die Qualitätsoffensive des Bayerischen Heilbäder-Verbandes e.V. (BHV) zur Verbesserung der Urlaubsqualität von Allergikern und ihren Mitreisenden in bayerischen Heilbädern und Kurorten zu informieren, folgten am Mittwoch den 18.01.2017 fünfzehn Betriebe. Mit dabei waren Unternehmen entlang der kompletten touristischen Service-Kette. 

Anja Bode, Projektleiterin beim BHV erläuterte, wie das angestrebte Netzwerk aus allergikerfreundlichen Unterkünften, Gastronomie und Einzelhandel unter der Anleitung des BHV entsteht: „Alle teilnehmenden Betriebe werden geschult und geprüft. Ziel ist die Zertifizierung als allergikerfreundlicher Betrieb und Region durch unseren Partner, die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) nach den von ihr entwickelten Kriterien.“ Nebst Gastgebern verfolgten Gastronomen, Bäcker, Metzger und Einzelhändler die Projektvorstellung mit großem Interesse, denn der wachsenden Zahl von Allergikern - allein in Deutschland leiden laut  Stiftung ECARF. 25 Millionen Menschen an Allergien -  und Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann sich keiner verschließen. Das Erstaunen der Zuhörerschaft bei der Vorstellung der Kriterien war groß, der einheitliche Tenor lautete „Oh, vieles machen wir schon“. „Wir freuen uns sehr, dass so interessierte und engagierte Betriebe unserer Einladung gefolgt sind und Begeisterung für das Projekt zeigen – zugleich rufe ich alle Betriebe auf, sich über diese zukunftsträchtige Profilierungsmöglichkeit zu informieren.“, so Jasmine Holfeld, Projektleitung bei der Ammergauer Alpen GmbH.

Wichtig zu wissen: die Kriterien formulieren einen pragmatisch umsetzbaren, medizinisch fundierten Mindeststandart für Angebote unter Alltagsbedingungen, der aber keine klinischen Verhältnisse in den Betrieben anstrebt. Konkret heißt das z.B., dass ein als allergikerfreundlich zertifiziertes Restaurant seinen Gästen kommuniziert, mit der Tischreservierung gerne ihre Allergien/Unverträglichkeiten angeben zu können und daraufhin ein Menü vorgeschlagen  zu bekommen. 

Die Zertifizierung bedeutet aber nicht, dass bei der Bestellung ad hoc jede allergenfreie Alternativen zur Verfügung steht. Zertifizierte Beherbergungsbetriebe weisen einen Teil ihrer Zimmer für Allergiker aus und schaffen im öffentlichen Bereich eine allergikerfreundliche Umgebung – Gäste mit Hund können in speziellen „Haustierzimmern“ dennoch untergebracht werden. Teppichboden ist für eine Zertifizierung übrigens kein Ausschlusskriterium. Anja Bode betonte, dass sich die Zertifizierung zum allergikerfreundlichen Betrieb außerdem gut mit Angeboten zu anderen Themen verbinden lässt. 

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