06.06.2017

von B° RB

Ich glaub, ich steh im Wald

Entdeckungsreisen für Familien rund ums Holz in der Zugspitz Region

In der Zugspitz Region wird der Bergwald zum Abenteuerspielplatz

In der Zugspitz Region ist der Wald allgegenwärtig: Als Rohstoff für die Instrumentenbauer, als kühler Schattenspender bei der sommerlichen Wanderung, als spannender Abenteuerspielplatz. Mit Angeboten für die ganze Familie werden die Gebirgswälder rund um die Zugspitze jetzt erlebbar – vom „Wald-Erlebnis-Rucksack“ bis zur Aktion „Vom Holz zur Geige“, vom Kletterwald bis zur Kinderköhlerei. 

Einfach los spazieren und die Natur mit Spaß entdecken? Kein Problem mit dem „Wald-Erlebnis-Rucksack“ aus dem Kinderbüro Garmisch-Partenkirchen. „Der Rucksack enthält abwechslungsreiche Spiele und Anregungen für Kinder verschiedenen Alters“, erklärt Christian Lackner, Tourismus-Manager der Zugspitz Region. So können mit dem „Baumschlau-Drehfix“ Bäume bestimmt werden. Übungen mit Augenbinde, Fernglas und Seil ermöglichen es, den Wald einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben und kreative Bastelideen mit Naturmaterialien inspirieren zum Bau von Rindenschiffchen oder dem Gestalten von Naturbildern.

Wer sich dagegen lieber in luftige Höhen begibt, besucht den Kletterwald am Wank. 13 unterschiedliche Hochseilgarten-Parcours mit klangvollen Namen wie „Ois Easy“, „Alpenglühen“ und „Affentraum“ sind zwischen 3 und 17 Metern Höhe in den Bäumen installiert. Dazu kommen 15 Seilbahnen mit Längen zwischen 25 und 90 Metern. Wer sich dem Kletter-Thema lieber erst einmal vorsichtig nähern möchte, absolviert die einfache „Kunterbunt“-Runde, die ab fünf Jahren bewältigt werden kann.

„Wir nähern uns dem Thema Wald auf spielerische Weise – mal kreativ, mal abenteuerlich, aber sicher nie langweilig“, sagt Christian Lackner über das Konzept. So zieht in den Ammergauer Alpen Naturführer Markus Gerum unter dem Titel „Geheimnisvoller Bergwald“ von April bis Oktober mit Familien durch die Stämme. Er weiß genau, welche scheuen Bewohner seltsame Ringe an Nadelbäumen hinterlassen und wie Ameisen ihr Nest verteidigen. Mit interessanten Experimenten zeigt er, wie man Fichte und Tanne oder die Baue von Fuchs und Dachs unterscheidet. Daneben lernen die Teilnehmer viele Waldbewohner kennen und erfahren interessante Details über die Funktionen eines gesunden Bergwaldes.

„Unsere Waldbestände waren historisch gesehen eine zentrale Lebensgrundlage der Bevölkerung und haben auch heute noch große Bedeutung für die Destinationen der Zugspitz Region, gerade in Hinblick auf den Tourismus“, weiß Christian Lackner. So bieten die Bergwälder einerseits einen wichtigen Lebensraum für die alpine Tierwelt und schützen vor Erosion, sind andererseits aber auch optisch sehr gefällig. Also ideal zum Spazieren gehen – zum Beispiel auf dem „Hallo Specht!-Walderlebnispfad“ in der Alpenwelt Karwendel. Die zwölf Stationen nahe des Lautersees in Mittenwald bieten Jung und Alt viel Abwechslung: Mit den Tieren um die Wette springen, auf dem Pirschpfad Dachs & Co. entdecken, in der Vogelkanzel gefiederte Freunde erraten oder im Hörstudio die Ohren spitzen.

Ein besonderes Angebot ist die Familien-Aktion „Vom Holz zur Geige“, die am 13. und 28. Juli sowie am 22. August stattfindet. Während eine Geigenbauerin den Kindern ganz genau zeigt, wie das handgefertigte Instrument entsteht und welches Holz dafür benötigt wird, können sich die Eltern inzwischen im Geigenbaumuseum in Mittenwald u. a. historische Filme zum Thema ansehen. Danach begeben sich alle zusammen auf einen Streifzug durch das Museum, um herauszufinden warum und wie der Geigenbau nach Mittenwald kam. Der Ort hat sich seit dem 17. Jahrhundert zu einem international bekannten Zentrum für Streichinstrumente entwickelt.

Mit Geschichte befasst sich auch das Freilichtmuseum Glentleiten im Blauen Land, das den ländlichen Alltag der Menschen in Oberbayern der vergangenen 500 Jahre kindgerecht vermittelt. Auf die kleinen Entdecker warten rund 60 historische Häuser, Werkstätten, Mühlen und Almgebäude – die meisten sind aus Holz gebaut, ein Drittel des knapp 40 Hektar großen Gelände ist mit unterschiedlichem Baumbestand bewachsen, vom Schluchtwald bis zur Waldweide. Hier tummeln sich seltene Rassen von Ziegen, Schafe, Gänse, Pferde und Rinder und immer wieder öffnen sich spektakuläre Aussichten auf Berge und Seen. Viele der Familienangebote befassen sich mit dem Rohstoff Holz, z. B. die offene Werkstatt oder die Kinderköhlerei mit eigenen Mini-Meiler.

Veranstaltungstipp

Die Bayerische Landesausstellung 2018 findet im Kloster Ettal zum Thema „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ statt. Die Zugspitz Region mit ihren Gebirgswäldern,  Königsschlössern und Bergmassiven bietet dazu den idealen Rahmen mit einem Netz von über 1.200 Kilometern Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade. Die Ausstellung ist vom 3. Mai bis 4. November 2018 täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Sie zeigt u.a., wie sich Wald und Gebirge durch Menschenhand verändern und warum der Mythos Bayern im Alpenvorland entspringt. Für die Schau wird der Südflügel des Klosters saniert und der alte Klostergarten neu belebt. Neben der Präsentation hochrangiger Exponate auf ca. 1.500 qm in den historischen Innenräumen ist ein erlebnisreicher Außenbereich geplant, außerdem ein umfangreiches kulturelles Programm. Veranstalter sind das Haus der Bayerischen Geschichte, Kloster Ettal und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung. 

Über die Zugspitz Region

Die Zugspitz Region ist der touristische Zusammenschluss des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, dem vier Urlaubsdestinationen angehören: das Zugspitzland, die Alpenwelt Karwendel, das Blaue Land und die Ammergauer Alpen.

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